Erdle – eine Künstlerfamilie aus dem Rheinland
Ausgewählte Werke von Artur und Anno Erdle erstmals gemeinsam im Stadtmuseum Düsseldorf
Stadtmuseum Düsseldorf
1.–29. November 2023
Vom 1. bis zum 29. November 2023 zeigt das Stadtmuseum Düsseldorf erstmals Werke von Artur Erdle und seinem Sohn Anno Erdle in einer gemeinsamen Ausstellung. In den Projekträumen an der Berger Allee sind Arbeiten aus den Jahren 1930 bis 1970 zu sehen.
Die Gegenüberstellung macht die unterschiedliche Malweise von Vater und Sohn deutlich. Arturs Bilder zeichnen sich durch eine zurückhaltende Farbigkeit und weiche, beinahe verschleierte Formen aus. Anno setzt in seinen Landschaften auf kräftigere Farben, deutliche Konturen und einen klaren Bildaufbau. Bei beiden finden sich impressionistische Züge ebenso wie eine Vereinfachung der Formen bis hin zur flächigen Abstraktion.
Beide Künstler studierten an der Düsseldorfer Kunstakademie. Anno erhielt seinen ersten Unterricht jedoch bei seinem Vater, bevor er seine Ausbildung an der Akademie aufnahm. Später gaben ihm vor allem seine Reisen nach Frankreich Anregungen für die eigene Arbeit. Architektur und Landschaft gehörten zu seinen bevorzugten Motiven.
Über die künstlerische Verbindung zwischen Vater und Sohn schrieb Karl Ruhrberg, damals Direktor der Städtischen Kunsthalle Düsseldorf, im Katalog zur Artur-Erdle-Ausstellung von 1970:
Es geschieht nicht oft, dass ein Maler sein Talent weitergibt und der Sohn im gleichen Metier zu Hause ist.
Karl Ruhrberg, Städtische Kunsthalle Düsseldorf, 1970
Die Ausstellung fällt in ein Jahr mit zwei Jubiläen: 1923 gründete Artur Erdle mit elf weiteren Künstlern die „Rheingruppe“. 25 Jahre später wurde ihm der Cornelius-Preis der Stadt Düsseldorf zuerkannt. An diese Auszeichnung erinnert in diesem Jahr auch unser Beitrag zum 75. Jubiläum der Preisverleihung.



